Was müssen Sie beachten?

Geschiedenenunterhalt

Betreuen Sie noch Kinder oder haben Sie durch die Ehe berufliche Nachteile in Kauf nehmen müssen? Lebt Ihr geschiedener Ehegatte in einer neuen Beziehung? Es gibt vielen Gründe, die Zahlung von nachehelichem Unterhalt zu beanspruchen oder einzustellen.

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  • WER BEZAHLT?

Die Frage, wer nachehelichen Unterhalt bezahlen muss, richtet sich zunächst nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Derjenige von Ihnen, der das höhere Einkommen hat, ist zunächst in der Pflicht, das sich aus der Ehe ergebende finanzielle Ungleichgewicht und die finanziellen Nachteile auszugleichen. Doch oft trügt der Schein und bei genauerer Betrachtung sind die scheinbar so guten finanziellen Verhältnisse des einen dann plötzlich gar nicht mehr so gut. Es kommt dazu, dass Arbeitszeiten oder Überstunden reduziert werden oder gar der Arbeitsplatz gewechselt wird. Dann stellt sich die Frage, ob dies rechtlich zulässig ist. Schnell kann man hier in eine Falle laufen.

  • WIE VIEL?

Eine Unterhaltsberechnung setzt die Kenntnis der genauen finanziellen Situation voraus. Was für Einnahmen gibt es? Gibt es Weihnachts- oder Urlaubsgeld? Müssen Steuern voraus- oder nachgezahlt werden? Gibt es Kosten für Wohneigentum? Wohnt einer von Ihnen im Eigenheim? Wer zahlt die Kosten? Wie hoch ist der Wohnwert? Gibt es Lebens- oder Rentenversicherungen, die bedient werden müssen? Wer zahlt die ehebedingten Schulden ab? Wie hoch ist das Einkommen es Berechtigten? Kann er seinen Bedarf nach den ehelichen Lebensverhältnissen selbst decken oder braucht er noch Unterstützung?

  • WIE LANGE BEZAHLE ICH?

Die Dauer der Zahlungsverpflichtung richtet sich insbesondere nach der Dauer der Ehe, den ehebedingten Nachteilen und dem Alter noch betreuungsbedürftiger Kinder. Wenn Sie nur vier Jahre verheiratet waren, keine Kinder haben und vor der Ehe eine Berufsausbildung hatten, dann sind die Voraussetzungen für die Zahlung von nachehelichem Unterhalt nicht so gut wie wenn Sie noch 2 Kinder im Kindergartenalter zu betreuen haben. Dann richtet sich die Dauer der Unterhaltszahlungen danach, ob Sie trotz der Kinderbetreuung für Ihren Lebensunterhalt selbst in voller Höhe sorgen können oder aber ob Sie nach wie vor auf die Unterstützung Ihres geschiedenen Ehepartners angewiesen sind.

  • WAS GIBT ES ZU BEACHTEN?

Wenn Sie nachehelichen Unterhalt für sich beanspruchen möchten gilt es zu beachten, dass dieser rechtzeitig geltend gemacht wird. Um mit im Scheidungsverbund verhandelt zu werden, mit der Folge, dass Sie nach rechtskräftiger Scheidung auch tatsächlich sofort einen Anspruch haben, ist es erforderlich, dieses Verfahren rechtzeitig einzuleiten und die Anträge mindestens 2 Wochen und einen Tag vor dem anberaumten Scheidungstermin einzureichen. Nur dann können Sie sicher sein, im Falle der Bewilligung nicht Monate ohne Geld dazustehen.

Wir sind für Sie da

Der Geschiedenenunterhalt geht mit der Trennung einher und sollte pünktlich beantragt und geklärt werden, damit Sie davon profitieren. Wir stehen Ihnen zur Seite und helfen Ihnen mit einer für Sie individuellen Lösung.